| 1. Mai 2010 10:00 | bis | 2. Mai 2010 21:00 |
Liebe Freunde der Systemik, liebe Klienten und Schüler,
sind Mutter und Kind vorhanden, macht der Vater die Familie komplett. Kinder sind Geschenke der jeweiligen Mutter an den Vater. Der Vater sollte den Mut und die Kraft besitzen, dieses Geschenk würdevoll anzunehmen. Herrscht auf diese Weise Einigkeit zwischen den Eltern, so geben sie sich ein gegenseitiges Versprechen, ob nun in der Lebensgemeinschaft oder der Ehe spielt hier keine Rolle. Es ist das Versprechen, die zu bewältigenden Aufgaben gemeinsam anzugehen, zu bearbeiten und zu lösen. Die beste Voraussetzung ist natürlich, dass Mutter und Vater in den kraftvollen und freiheitlichen Feldern der Männer und Frauen stehen. Doch die Wirklichkeit sieht oft anders aus. Konstellationen wie – die Mutter möchte nur das Kind, aber nicht den Kindsvater- oder – der Vater möchte die Vaterrolle nicht übernehmen und lässt die Familie sitzen- sind nur zwei von etlichen schwierigen Möglichkeiten. In der Vaterschaft treten Männer das Erbe ihrer Ursprungsfamilie an, dienen dem Zyklus des Lebens, indem sie sich eine Frau nehmen und Kinder in die Welt setzen und mit dem damit verbundenen Bewusstsein, was sie verlieren könnten, reifen Männer auch zu sozial mündigen Bürgern in unserer Gesellschaft. Dadurch dass wir Sexualität unter anderem durch Verhütung kontrollieren, dass wir Promiskuität akzeptieren und die Sexualität zwischen Mann und Frau so öffentlich gemacht wird, sind das Wunder, dass ein Kind entsteht und die neunmonatige Schwangerschaft der Frau verblasst. Ja, ich habe fast das Gefühl, dass auch dieser schöpferische Teil dem allgemeinen Konsum anheimfällt. Wir machen ein Kind…Ich will Mutter werden… Ich will viele Söhne zeugen…dies sind (An-)sätze, die mich misstrauisch werden lassen, ob der Gesamtzusammenhang und die Bedeutung einer Schwangerschaft und Familiengründung ganz begriffen wurden. Samenbänke, Inseminationen, Hormonbehandlungen greifen tief in den Zyklus der Natur ein. Wenn ich genug Geld habe, mache ich mir im späten Alter auch noch Zwillinge. Im Deutschunterricht würde man dann nach einem aufwendigen Aufsatz die Beurteilung bekommen: Thema verfehlt.
Es ist eine sehr natürliche Sache, Vater zu werden und die Entscheidung soll leicht fallen, wenn man den richtigen Partner gefunden hat. Dennoch sollen sich alle Parteien darüber im Klaren sein, dass wenn ein neuer Erdenbürger kommt, auch das einen tiefen Eingriff ins Weltgeschehen bedeutet und die Auswirkung weiter geht, als nur der Arterhaltung zu dienen. Auch in der modernen Welt geht es für die Väter um Schutz und die Beteiligung an der Kindererziehung. Die Söhne streiten und reiben sich mit dem Vater, um selbst Männer zu werden und die Töchter verinnerlichen ein tiefes Muster, nach dem sie später selbst einen Mann erwählen. Am besten mit den positiven Eigenschaften des Vaters plus vielen anderen guten individuellen Eigenschaften des Partners. Ihr seht schon, worauf das ganze hinaus läuft, es geht nicht nur um Liebe, sondern auch darum, mit sich und seinen Ahnen im Reinen zu sein. Der Mann, der mit Güte und Liebe auf seine Ursprungsfamilie schauen kann, braucht keine Anleitung, ein guter Vater zu sein, denn die Seele ist dann darauf ausgerichtet, das Erbe bereitwillig anzutreten und das Beste daraus zu machen.
An diesem Wochenende wollen wir schauen, warum es vielen Männern so schwer fällt, die Rolle des zuverlässigen Vaters einzunehmen und warum viele Frauenlinien mit Recht am Willen und der Fähigkeit der Männerlinien zweifeln.
Seminarort: Tai-Chi-Schule im Akazienhof, Akazienstr.27, 10823 Berlin-Schöneberg, 1. Hof rechts, 5.OG links, Fahrstuhl ist vorhanden
Seminarzeit: Seminarbeginn jeweils 10.00 Uhr – ca.20.00 Uhr
Freunde oder Bekannte sind jederzeit herzlich willkommen.
Hausschuhe oder Socken sind bitte mitzubringen für warme und kalte Getränke, Kuchen und Snacks ist gesorgt.
Grüße aus dem Herzen, Leroy und Luise Melhus
