| 28. November 2009 10:00 | bis | 29. November 2009 19:30 |
Liebe Freunde der Systemik, liebe Klienten, Schüler und Kollegen,
zu unserem nächsten Aufstellungsseminar am 28./29.11.09 mit dem Titel „ DIE EHE, SCHUTZ DER SEELE“
möchten wir Euch hiermit herzlich einladen.
Als die Menschheit begann, war Zweisamkeit anderen Prioritäten unterlegen. Es ging darum, den Gefahren des Alltags zu trotzen und das Überleben zu sichern. Die Fortpflanzung ist etwas, was die Schöpfung ins Zentrum rückt.
Je weiter sich die Menschheit entwickelte, je feingeistiger wurde sie in der Individual-und Gruppenseele. Es ist ein großer Unterschied und Fortschritt, ob wir den Satz „ ich bin“ in den Anfängen gesagt haben oder ob wir ihn im Jahre 2010 aussprechen. Früher kämpfte der Mensch mit wilden Tieren, heute kämpfen wir mehr und mehr mit seelischen Prozessen. Es ist nicht der Alligator, der uns in die Tiefe zieht, inzwischen sind es Depression und Sinnkrise. Einst brauchte es einen starken, mutigen Mann und eine fürsorgliche, wachsame Mutter, um die Familie zu erhalten. Heute, da wir fast alles besitzen und jeder für sich so selbstständig und autark ist, brauchen wir die Erkenntnis wieder, dass wir uns gegenseitig brauchen.
Es gibt einen Grund, warum Mann und Frau heiraten sollten: sie schützen und stützen sich gegenseitig, verbunden in der Ehe, wenn der Tiefgang der Seele in ihren Prozessen, seinen Tribut und Preis einfordert.
Und dann gibt es noch die Ehe-, weil ein Kind unterwegs ist,- weil es Gott so wünscht, – weil es steuerlich von Vorteil ist, – weil es der Familie gefällt, -etc.
Je mehr wir den Satz „ich bin“ verstehen und verinnerlichen, je durchlässiger werden wir. Es öffnen sich sensitive Kanäle, damit wir erleben können, wie sehr wir an die größere Kraft angebunden sind und es braucht seine Zeit, bis wir gelernt haben, damit umzugehen. Mitten in der Informationsflut, die tagtäglich unser Leben beeinflusst, und in den Ansprüchen, die das Leben an uns stellt, ist es eine wahre Herausforderung, die Stille zu suchen, die wir für unsere Entwicklung brauchen. Gemeint ist vor allem die innere Zufriedenheit, aus der sich diese Stille entwickelt.
Ein guter Ehepartner, dem wir in Liebe zugewandt sind, bereitet diese innere Stille immer für uns vor. Deshalb formuliere ich Lebensglück gern folgendermaßen: Es ist der lösungsorientierte Umgang mit den an uns gerichteten Problematiken und Schwierigkeiten. Bis jetzt haben wir es nicht erreicht, in einer Welt zu leben, in der alles friedlich zugeht. Doch Lebensfreude kommt und bleibt, wenn wir in der Lage sind, diese innere Stille zu entwickeln und zu bewahren. Deshalb möchte ich hier und heute mit dem Irrtum aufräumen, dass Selbstverwirklichung im Alleingang stattfinden sollte. Für Manche gilt dies vielleicht, jedoch ist die Erfahrung der Entwicklung in der Gemeinschaft im Kontakt mit dem Lebenszyklus- Geben und Nehmen, Lieben und Geliebt werden, Leben und Sterben- um ein Vielfaches reich- und mannigfaltiger. Der Lehrsatz, den ich hiermit ins Leben rufe, heißt: die gegenseitige Verantwortung und Fürsorge lässt die Seele reifen. Wenn dieser Zustand sein darf, tragen unsere Seelen und Herzen eine Botschaft in die Welt und wir werden zum Segen in unserem Umfeld.
An diesem Wochenende lege ich den Fokus darauf, dass Freiheit und Lebensglück eine gute Basis bekommen, wenn wir uns ganz auf einen Menschen einlassen können. Denn dann haben wir die Schwingung der größeren Kraft verinnerlicht und verstanden, dass Freiheit sich viel weniger im Außen manifestiert, als vielmehr im Inneren.
Seminarzeit: 28./29.11.09, Ankommen ab 9.30 Uhr, Beginn 10.00 Uhr, Ende zwischen 20.00 und 21.00 Uhr
Seminarort: Tai Chi Schule im Akazienhof, Akazienstr. 27 in 10823 Berlin-Schöneberg, 1. Hof rechts, 5.OG links, Fahrstuhl ist vorhanden.
Für Catering ist gesorgt, Freunde, Familie und Bekannte sind willkommen, Socken oder Hausschuhe sind bitte mitzubringen.
Wir freuen uns die Begegnungen, LEROY und LUISE
