| 21. Mai 2012 | ||
| 08:23 | ||
| 30. Oktober 2010 | bis | 31. Oktober 2010 |
Liebe Klienten, Kollegen, liebe Schüler und Aufstellungsinteressierte,
wenn Liebe zwischen Geschwistern fließen darf, wenn die Älteren die Jüngeren beschützen und voranbringen- dann ist das Familienerleben von besonderer Qualität. Es macht dabei keinen Unterschied, ob es die Kinder von beiden Eltern sind oder ob es sich um Halbgeschwister handelt. Die Systemik kennt nur Geschwister. Sobald sich die Seelen der Geschwister aber anderweitig ausrichten, sind Beziehungen mindestens schwierig, bisweilen sogar gestört. Wurde ein lebender oder toter Angehöriger im Familiensystem beispielsweise ausgegrenzt, nehmen die Nachkommen nur allzu gern die Stellvertretung ein und zeigen so an, dass es ein Ungleichgewicht gibt. Einige Beispiele: Der Vater hat seine erste Verlobte, seine große Liebe, aufgegeben, um die jetzige Frau und Mutter zu heiraten. Die Tochter eines solchen Vaters wird vermutlich in die Stellvertretung der ersten Verlobten gehen- und folglich in einem Spannungsfeld zur Mutter und zu den Geschwistern stehen. Manchmal treten Kinder auch die Nachfolge eines toten Geschwisters an. Oder sie übertragen die spannungsgeladene Ehe der Eltern in die eigene Paarbeziehung. In keinem dieser Fälle hat Geschwisterliebe Raum.
Die Natur aber sieht nicht vor, dass sich Geschwister uneinig sind. Vielmehr sollten Geschwister von Geburt an eine Lebensfreude kennen, die Einzelkinder erst in Freund-oder Partnerschaften erfahren. Dafür müssen das Familienfeld jedoch in der Ordnung und die Hierarchie unter Geschwistern gewahrt sein.
An dieser Ordnung und Hierarchie in den Familiensystemen wollen wir Ende Oktober arbeiten- und so vielleicht auch einen kleinen Beitrag für eine gesunde Gesellschaftsordnung und Demokratie leisten.
Seminarort: Tai-Chi-Schule im Akazienhof, Akazienstr. 27 in 10823 Berlin- Schöneberg, 1. Hof rechts, 5. OG links, Fahrstuhl ist vorhanden.
Seminarbeginn: Samstag, 30.10. und Sonntag 31.10. ab 10.00 Uhr bis abends
Für Essen und Trinken ist gesorgt. Hausschuhe oder Socken sind bitte mitzubringen, da wir unsere Straßenschuhe ausziehen müssen. Gäste sind auf Empfehlung oder nach kurzer telefonischer Anmeldung herzlich willkommen.
Grüße aus dem Herzen, Leroy und Luise Melhus
